Das leidige Zeugnis – Schluss mit der institutionalisierten Lüge

HiResEin Zeugnis muss wohlwollend und wahrhaftig sein und darf den Arbeitnehmer in seinem beruflichen Fortkommen nicht behindern. Dies wiederum geht bei allen Andeutungstechniken zu Lasten der Wahrhaftigkeit. Richtig aufzulösen ist dieses Dilemma nicht. Daher: Schluss damit.

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Compliance – auch ein Arbeitsfeld für Arbeitsrechtler und Personaler

Compliance ArbeitsrechtDie Sicherung von Reputation, Integrität und Konformität ist eine Führungsaufgabe, die die Führungskräfte wahrzunehmen haben und ist damit ein Aufgabenfeld der Personaler, die damit durch geeignete Personal-(entwicklungs)maßnahmen sicherstellen müssen, dass die Führungskräfte in der Lage sind diese Aufgabe zu leisten.

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Kündigung auf dem Traumschiff – Gefahren schneller Entlassungen

Traumschiffkapitän Andreas Jungblut wurde entlassen. Aus den Medien musste er das erfahren. Wer Mitarbeitern kündigt, sollte genau wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, sonst kann es teuer werden.

27 Jahre fuhr Andreas Jungblut für seinen Arbeitgeber zur See, 13 Jahre am Ruder der „MS Deutschland.“ Nun wurde er entlassen und erfuhr davon aus den Medien. „Ein Kündigung liegt mir nicht vor, weder schriftlich noch wurde mir eine solche mündlich mitgeteilt“, sagte er gegenüber einer großen deutschen Tageszeitung. Zurzeit prüft er rechtliche Schritte.

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Wir brauchen endlich ein Beschäftigtendatenschutzgesetz!

DatenschutzgesetzSo kann es nicht weitergehen. Das Stichwort Compliance lässt Unternehmen fast schon zu Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft werden. Im Gegensatz zu den sonstigen Hilfsbeamten wie Polizei, Zoll usw. werden Unternehmen aber im Unklaren gelassen, was sie denn nun dürfen. Rechtswidriges im Unternehmen dulden? Dürfen sie nicht. Etwas dagegen tun? Sollen sie. Was und wie? Schwierig. Kommt drauf an. 2010 hat die Bundesregierung ein Gesetz vorgelegt, das die Befugnisse bei internen Ermittlungen endlich einmal ein wenig klarer fasste. Nach einigen Zeitungsenten, die den Durchbruch verkündeten, liegt dieses so dringend benötigte Beschäftigtendatenschutzgesetz nun seit fast zwei Jahren auf Eis. Ende September 2012 ließ die Bundesregierung verlauten, dass sie den Entwurf immer noch für ausgewogen halte. Ob dieses Gesetz noch in dieser Legislaturperiode (oder überhaupt irgendwann) kommt, steht wohl in den Sternen.

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Das Ende der Friedenspflicht – Streik immer und überall?

Demonstration - FriedenspflichtArbeitskampf ist wohl der letzte Bereich, der ohne Gesetze auskommt. Ersatzgesetzgeber sind die Arbeitsgerichte, die nach allgemeinen Grundsätzen entscheiden dürfen oder müssen, ob ein Streik rechtswidrig ist. Arbeitgeber gehen immer häufiger dazu über, Hilfe nicht bei den „traditionellen“ Arbeitskampfmitteln (Aussperrung, Streikbrecher, usw.) zu suchen, sondern die Gerichte anzurufen. Die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte geht jedoch in eine Richtung, die Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden nicht gefällt.

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DER PERSONALKONGRESS 2012

Bereits zum 3. Mal findet nun dieses Jahr DER PERSONALKONGRESS unter unserer Organisation statt. Es ist immer wieder eine Herausforderung, einen der gößten HR-Kongresse zu planen, organisieren und auch am Ende durchzuführen.

Bereits seit einem halben Jahr arbeiten wir zusammen mit der Event-Agentur pro event aus Heidelberg an dem Thema, doch nun nimmt der Kongress so langsam seine Formen an. Von der Auswahl der Lokation – wir mussten uns bereits Ende letzten Jahres für einen Veranstaltungsort entscheiden – bis hin zur Struktur und den Keynote-Speakern muss alles bis ins letzte Detail geplant werden. Ich möchte Sie in den folgenden Wochen bis zum Kongress am 28. / 29. November 2012 über die aktuellen Planungen informieren. Und wenn Sie selbst noch Ideen für Themen oder Referenten haben, melden Sie sich einfach bei mir.

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Anonyme Bewerbungsverfahren – Eine Gegenrede

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) führt einen Grundgedanken fort, der bereits in unserer Verfassung verankert ist. Niemand soll bevorzugt oder benachteiligt werden, jeder soll die gleichen Chancen haben. Das AGG verfolgt diese Ziele durch Sanktionen. Wer diskriminiert wurde, darf Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. Dennoch: Die Diskriminierung ist bereits geschehen und wird nicht ungeschehen, indem Geld fließt.

In diese Lücke stößt das anonyme Bewerbungsverfahren. Jeder Hinweis auf ein mögliches Diskriminierungsmerkmal wie Alter, Geschlecht oder ethnische Herkunft sollen nicht zur Kenntnis gelangen, nur die reinen Qualifikationsmerkmale sollen den Ausschlag geben. Eine Diskriminierung bei der Stellenbesetzung soll so verhindert werden.

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Das Internet – ein arbeitsrechtsfreier Raum

Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf. Bei der Lektüre von Facebook-Statusmeldungen von sogenannten „Freunden“ oder von anderen, die die Privatsphäre-Einstellungen nicht sonderlich genau nehmen, stolpert der überraschte Arbeitsrechtler des Öfteren über Aussagen, die ihm doch auch mal ein wenig Kopfschmerzen bereiten.

„Mal wieder am Nichtstun“, am besten verbunden mit einem verwackelten Handybild, das zur Untermalung der Aussage hochgeladen wurde. „Mein Chef ist so ein A***!“ ist ebenfalls sehr beliebt. Man wagt zu hoffen, dass im Moment vielleicht berechtigten Grolls eine Kurzschlussreaktion diese öffentlich zugängliche Aussage verursachte. Diese Hoffnung verfliegt, wenn man die bestätigenden Kommentare der – wahrscheinlich – Kollegen liest.

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