Trendthema Gesundheitsmanagement: Praktische Erfahrungen mit Web-basierten Gesundheitstrainings

Carola Brüttinger

Web-basierte Gesundheitstrainings am Arbeitsplatz werden von Anbietern als effizientes Mittel angepriesen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Andere sehen in Ihnen unnütze Zeitfresser, die zudem in Büros mit mehreren Mitarbeitern ohnehin nicht praktikabel sind. Doch wie sehen die Erfahrungen in der betrieblichen Praxis aus? Hier ein Erfahrungsbericht von Carola Brüttinger, Cathrin Frey und Franziska Ludwig von der Personalabteilung der TDS AG über Konzeption, Umsetzung und Ergebnisse des Einsatzes eines web-basierten Gesundheitstrainings. Dieses war Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements welches von der Personalleiterin Rosemarie Gelber eingeführt wurde.

Im Rahmen eines Pilotprojektes haben wir 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TDS die Möglichkeit geboten, für drei Monate von ihrem Arbeitsplatz aus ein web-basiertes Trainingsmodul mit Entspannungs-, Fitness- und sogenannten Frischmacherübungen zu testen.

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Work-Life-Balance – Was kann ich selbst dafür tun?

Work-Life-BalanceEs gibt Unternehmen, die bereits viel dafür tun, dass Arbeit und Privatleben besser in Einklang gebracht werden können. Oft führen diese Maßnahmen allerdings nicht zu den gewünschten Ergebnissen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten weiterhin von Problemen bei der Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben.

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Jetzt will der Chef auch noch, dass ich gesund bin!

GesundheitsmanagementSeminare und Workshops für und gegen alles, was viele im Alltag manchmal zwar mit schlechtem Gewissen, aber meistens trotzdem gern tun, lösen traditionelle Fortbildungsmaßnahmen ab. Der Beschäftigte wird eingeladen: Besser essen, mehr bewegen, nicht rauchen, weniger trinken, Stress kompensieren, Ressourcen stärken, Abläufe optimieren, usw. Der Chef will, dass man gesund ist.

Für viele Mitarbeiter geht das einen Schritt zu weit. Vor allem dann, wenn sie die Frage der Verantwortlichkeit für Gesundheit selbst nicht geklärt haben. Noch immer macht ein Teil aller Beschäftigten lieber Lebens- und damit Arbeitsumstände für ihr Wohlbefinden verantwortlich. Und solange man glaubt, „gesund sein“ sei eine Aufgabe, deren Bewältigung mühsam ist, macht sich keiner auf.

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Burn out: Unternehmensaufgabe oder Privatangelegenheit

Spannend, aktuell und kontrovers – die Themenpalette der zweiten Fachtagung „Business meets Science“ an der Hochschule Pforzheim lockte rund 100 Personalverantwortliche aus dem Bundesgebiet auf den Campus. Ende Mai 2012 wurden auf Einladung des TDS Instituts für Personalforschung an der Hochschule Pforzheim und des PERSONALER FORUM der TDS HR Services & Solutions GmbH die Personalstrukturen mittelständischer Unternehmen sowie das „Megathema“ Burn out diskutiert. Das Erfolgskonzept der Fachtagung: Wissenschaft und Praxis stellen die Themen jeweils aus ihrer Perspektive dar.

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Freiheit und Bürde neuer Arbeitswelten

Mit zunehmender Digitalisierung und mobilen Techniken ergeben sich neue Arbeitswelten. Die Arbeitswelt wird hierbei immer komplizierter. Die mit dem Internet aufgewachsene Generation ist uns häufig einen Schritt voraus. Sie sind über Social Media bestens vernetzt und technisch äußerst versiert. Kooperatives Lernen, gemeinsame Wissenskonstruktionen und Schwarmintelligenz sind für diese Generation eine Selbstverständlichkeit.

Nach Ansicht vieler Pädagogen führen die neuen Technologien zu vielseitigen Herausforderungen in der Aus- und Weiterbildung. Neben bewährten traditionellen Weiterbildungskonzepten gewinnen  Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie kooperatives und anwendungsorientiertes Lernen immer mehr an Bedeutung.

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Burnout – Überfällige Anerkennung psychischer Erkrankungen oder Psycho-Hype?

Stempel Burnout 3„Burnout“ ist heute in aller Munde. Ein Leitartikel scheint den nächsten zu jagen und mehr und mehr Experten äußern sich in unterschiedlichen Formaten zu diesem Thema, oft ergänzt um sehr bewegende Fallberichte von Betroffenen. Dieses Ausmaß an gesellschaftlicher Aufmerksamkeit für eine „Krankheit“ zieht auch für Personalverantwortliche in Unternehmen erhebliche Konsequenzen nach sich.

Bewerten kann man dieses Phänomen unter verschiedenen Perspektiven: Zum einen ist es aus therapeutischer Sicht sehr zu begrüßen, dass psychische Beschwerden bzw. psychische Erkrankungen in der Öffentlichkeit anerkannt werden und die Betroffenen dadurch nicht dem zusätzlichen Leid der Stigmatisierung ausgesetzt sind, sondern frühzeitig angemessene Unterstützung erhalten (vgl. den Beitrag von Florian Schoof, 12.04.2012). Zum anderen lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht die Frage aufwerfen, inwieweit es sich um eine „Modediagnose“ handelt, wie von Kaschka, Korczak & Broich im Deutschen Ärzteblatt 2011 postuliert wurde.

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Was ist Stress? Und ist Stress messbar?

StressDie Gesundheit und Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen gewinnt einen immer höheren Stellenwert: Die angespannte Situation im Gesundheitswesen mit weitgreifenden Reformen, die immer höheren Anforderungen im Berufs- und Privatleben und eine steigende Lebenserwartung fordern zum Umdenken auf, sowohl für den Einzelnen, als auch für das Unternehmen. Die Vollkasko-Mentalität weicht einem Wunsch zu höherer Selbstverantwortung und engagiertem Einsatz für die eigene Gesundheit und Leistungskraft. Jeder Mitarbeiter will gesund, fit und in einer guten körperlichen Verfassung sein, um seine privaten und beruflichen Herausforderungen mit Spaß und Freude bewältigen zu können. Demgegenüber stehen Druck, Stressbelastungen und letztendlich die Gefahr, ins Burnout zu rutschen.

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Psychisch stabil im Leben

Stempel Burnout 3Die Wieland-Werke AG hat 2007 unternehmensweit ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Namen „Wieland-in-Form“ im Unternehmen eingeführt. Schwerpunkte der Aktivitäten sind die Verhaltensprävention und Verhältnisprävention. Ziel  ist es, vom so genannten „Gießkannenprinzip“ wegzukommen und stattdessen ein strukturiertes und zielgerichtetes BGM-System zu etablieren, das lernt und sich selbst durch Regelkreise kontrolliert.

Dabei sollen die salutogenen (gesundheitserzeugende) Faktoren der Mitarbeiter und des Unternehmens gefördert werden. Einzelmaßnahmen ohne gründliche Analyse und Konzeption verpuffen oft in ihrer Wirkung. Deshalb stehen vor der Umsetzung einer Maßnahme zunächst eine Bedarfserhebung (Diagnose anhand Mitarbeiterbefragungen, Interviews, interne Kennzahlensysteme,…) und die Definition des Soll-Zustands. Darauf aufbauend werden die erforderlichen Maßnahmen im Steuerungskreis Gesundheit geplant und konzipiert. Im Anschluss an die Intervention in Pilotbereichen erfolgt die Evaluation der Maßnahmen. Erst dann werden die Maßnahmen auf weitere Bereiche im Unternehmen übertragen.

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