Assessment Center auf Diät – der Trend zum „Slim AC“

AuswahlAssessment Center (AC) bzw. Development Center (DC) sind in der Unternehmenspraxis beliebt, da sie über anforderungsnahe Übungen den Berufsalltag gut abbilden können und bei Bewerbern akzeptiert sind. Allerdings leiden ACn oft unter dem großen Problem der Subjektivität und somit Unreliabilität, das insbesondere bei ungenügend geschulten Beobachtern, ins Gewicht fällt. Die dann subjektiv verzerrten Urteile über die Bewerber sorgen dafür, dass ACn oft nur wenig prädiktiv valide, also wenig aussagekräftig hinsichtlich des Berufserfolgs dieser Kandidaten sind. Fatalerweise ist ein AC mit 400-2000 Euro pro Teilnehmer zugleich das mit Abstand kostenintensivste Verfahren. Diese Diskrepanz zwischen geringer prädiktiver Validität und hohen Kosten für ein AC kann nur verringert werden, wenn die Qualität eines ACs erhöht, dessen Vorhersagen also genauer werden. Erst dann lohnen sich finanzielle Ausgaben, und das Verfahren wird (eher) unternehmensintern akzeptiert. Zur Optimierung von ACs wird an der Humboldt-Universität bereits intensiv geforscht:

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