Roboter HARRIGlaubt man vielen Wissenschaftlern und Technik-Gurus, ist niemand sicher. Künstliche Intelligenz (AI) und Roboter werden bald schon in der Lage sein, praktisch alles besser als die Menschen zu tun, und sie werden die meisten Arbeiten übernehmen, auch die von Ärzten, Anwälten und anderen Fachleuten.

Professor Stephen Hawking prophezeite, dass „die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz das Ende der menschlichen Rasse bedeuten könnte“. Ebenso ist der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, der Auffassung, dass „bis zu 15 Millionen der derzeitigen Jobs in Großbritannien“ im Laufe der nächsten Jahre von Robotern übernommen werden könnten, während Lebensgrundlagen von der technischen Revolution „gnadenlos zerstört“ würden.

Die Auswirkungen könnten enorm sein – und wenn es unvermeidbar ist, sollten die Regierungen jetzt über Konzepte wie ein bedingungsloses Grundeinkommen nachdenken. Dennoch muss vielleicht nach dem ganzen Hype und der Panikmache endlich ein Tatsachencheck erfolgen.

Also, wann wird das alles losgehen?

Besteht die langfristige Perspektive für Beschäftigung wirklich einfach nur darin, dass eine zunehmende Automatisierung die Arbeitslosigkeit steigen lässt? Über welche Zeiträume sprechen wir eigentlich, und werden wir uns bloß zurücklehnen und es einfach geschehen lassen?

Die Forscher sind sich keinesfalls einig, wann übermenschliche AI unser Leben für immer verändern wird, doch viele gehen davon aus, dass es nicht mehr in diesem Jahrhundert geschehen wird – trotz der enormen Zunahme von AI-Anwendungen, die derzeit entwickelt werden. Während Roboter enorme Mengen verarbeiten können, sich bei Audits bewähren, hinsichtlich ihrer Kosten konkurrenzfähig sind und sich problemlos in viele Netzwerkumgebungen integrieren lassen, brauchen sie noch für lange Zeit Menschen, die Kreativität, Intuition und strategisches Denken beitragen.

Zu den vielen Fachleuten, die sich Gedanken darüber machen, ob AI ihre Arbeitsplätze überflüssig machen wird, zählen auch HR-Direktoren und HR-Manager, da insbesondere viele Aspekte ihrer Arbeit bereits automatisiert werden können.

HR wird gebraucht, um den Nutzen sowohl von AI als auch von menschlicher Intelligenz zu optimieren

Dennoch wird HR eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft spielen, um den Nutzen von künstlicher und menschlicher Intelligenz gleichermaßen zu optimieren – die zunehmende Automatisierung entlastet die Beschäftigten, die somit dieser wichtigen, strategischen Roboter AIAufgabe mehr Zeit widmen. Bevor die AI übernimmt, können wir möglicherweise unsere menschliche Intelligenz nutzen, um Jobverluste und daraus folgende Härten zu verhindern. Zu diesem Zweck muss HR ganz vorne stehen.

Tatsächlich können viele Unternehmen, die ihre Kernprozesse automatisiert haben, sich wiederholende Aufgabe schneller erledigen und damit ihre operationelle Effizienz verbessert: Sie konnten genauere Ergebnisse erzielen, indem sie die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler verringerten, und sie konnten ihre Kosten senken, weil die gleichen Aufgaben schneller und mit weniger Aufwand als bei einer manuellen Bearbeitung erledigt werden.

Automatisierung ist perfekt für sich wiederholende Arbeiten von großem Umfang 

Robotik und Automatisierung können bei Arbeiten sinnvoll sein, die sich ständig wiederholen und einen besonders großen Umfang haben. Im Bereich Payroll könnte eine Prozessautomatisierung beispielsweise an der Nutzerschnittstelle von Anwendungen ansetzen und die Arbeit zwischen bestehenden Systemen übernehmen, um auf diese Weise viele Aufgaben zu erledigen, die bislang ein einzelner Payroll-Verwalter ausführte. Das Ziel besteht darin, die Gesamtbetriebskosten zu senken, gleichzeitig die Servicequalität zu verbessern und die Fehlerwahrscheinlichkeit im Payroll zu verringern.

Doch diese verbesserte Effizienz heißt nicht automatisch, dass die Bedeutung des Menschen in der Arbeitswelt der Zukunft abnehmen wird, sondern dass sich seine Rolle im Laufe der Zeit verändern und an die schnelle Weiterentwicklung der Technik anpassen wird.

HR wird eine Schlüsselrolle spielen

Die HR-Abteilung muss eine Schlüsselrolle dabei spielen, Mitarbeiter für die Fähigkeiten zu schulen, die für diese neuen Rollen und Verantwortlichkeiten erforderlich sind, und sicherstellen, dass die fähigen Köpfe eines Unternehmens die Bedürfnisse des Unternehmens als Ganzes erfüllen. Aufgrund dieser Kernaufgabe ist die Schnittstelle zwischen Robotik und HR besonders wichtig.

Roboter HARRI

Laut Carney ist die Schulung der Mitarbeiter in diesem Bereich entscheidend für den Erfolg: „Das Engagement zur Umschulung aller Mitarbeiter muss kontinuierlich fortgeführt werden. Lebenslanges Lernen, die Pflege der eigenen Kenntnisse und kooperative Schulungen werden wichtiger als je zuvor, da sich die Technologie ständig weiterentwickelt.“

IT und HR werden die Zukunft der Arbeit gestalten – HR muss jetzt die Führung übernehmen

Bei vielen dieser Schulungen werden technische Themen im Mittelpunkt stehen. Die IT-Abteilungen müssen dabei natürlich eine wichtige Rolle spielen, doch auch hier wird HR wieder entscheidend dazu beitragen, die Zukunft zu gestalten und eine Vorgehensweise zu implementieren, bei der intuitive Techniken ältere Mitarbeiter, die sich nicht gerne weiterbilden, in die Lage versetzen, ihren Wissens- und Erfahrungsschatz an die jüngere Generation weiterzugeben.

Das ‚Reverse Mentoring‘, bei dem jüngere Mitarbeiter ihre digitale Kompetenz an ältere Mitarbeiter weitergeben, ist eine andere sinnvolle Technik. Zusammengenommen können diese einzelnen Vorgehensweisen entscheidend dazu beitragen, Verständnis und Bewusstsein bei den Mitarbeitern aufzubauen und ihre Stellung im Unternehmen in einer Zukunft stärken, in der Robotik und Automatisierung im Fokus stehen.

Während es also unklug wäre, vor der wachsenden Bedeutung von AI die Augen zu verschließen, wäre es ebenso unklug, die Vorteile der AI zu ignorieren.

Wir brauchen eine Zukunft, in der Roboter die Menschen nicht ersetzen, sondern ihre Arbeit ergänzen und ihnen die lästigen, sich ständig wiederholenden Aufgaben abnehmen. Gerade jetzt öffnet sich ein Fenster: HR kann die Führung übernehmen und dazu beitragen, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Gast-Blogeintrag von Doug Sawers, Managing Director SD Worx Großbritannien & Irland

Auf unserer Webseite finden Sie ein Video über unseren HR Roboter HARRI.  https://www.sdworx.de/
Our robot „HARRI“ was created to get HR professionals thinking about the future of HR.
Follow HARRI on Twitter! (@SDWorxHARRI)

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