Die Mitarbeiterzufriedenheit trägt weitgehend zum Unternehmenserfolg bei. Dies geht zumindest aus verschiedenen in der Vergangenheit durchgeführten Studien hervor und entspricht dem aktuellen Stand der Forschung. Beispielhaft seien hier die branchenübergreifende Studie der Managementberatung Hewitt und Kienbaum genannt, die unter ca. vier Millionen Arbeitnehmern durchgeführt wurde, oder die Vergleichsanalysen von Herrmann, Peetz und Schönborn aus dem Jahre 2004. Sie alle kamen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang existiere, der je nach Untersuchung unterschiedlich intensiv ausgeprägt war. Als Arbeitgeber sollte man entsprechend ein gewisses Interesse haben, um die Zufriedenheit seiner Angestellten möglichst hoch zu halten, um von diesem Zusammenhang profitieren zu können. Die Frage stellt sich diesbezüglich nur, wie lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit am effizientesten steuern, damit am Ende das gewünschte Resultat steht.

Hilfreich zur Klärung dieser Fragestellung könnten entsprechende weiterführende Analysen und Messungen sein. Auf dem Internetportal für Arbeitgeberbewertungen Jobvoting.de werden beispielsweise in regelmäßigen Abständen solche Untersuchungen mittels Einbeziehung der Seitenbesucher via Umfragen oder Bewertungen durchgeführt. Die seit 2011 durchgeführten Befragungen der Arbeitnehmer haben ergeben, dass sich der Prozentsatz der Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitsplatz und ihren Beruf zufrieden bis sehr zufrieden sind, etwa bei knapp über 40 Prozent liegt. Saisonale Schwankungen sind zwar erkennbar, aber grundsätzlich hat sich dieses Niveau über all die Jahre weitestgehend gehalten. Der Anteil der Personen, die sich über ihren Arbeitsplatz unzufrieden äußerten, hielt sich in etwa auf dem gleichen Level, wie das der zufriedenen Umfrageteilnehmer. Dazwischen rangieren stets mit etwa 15 Prozent diejenigen, die sich als durchschnittlich zufrieden bezeichnen, also sowohl positive als auch negative Standpunkte mit ihrer aktuellen Arbeit verbinden.

Bleibt letztendlich die Frage, was diese Mitarbeiterzufriedenheit maßgeblich beeinflusst und wie sie durch die Unternehmensführung gesteuert werden kann. An dieser Stelle sind die abgegebenen Arbeitgeberbewertungen der Mitarbeiter äußerst hilfreich, denn anhand dieser kann ein Bezug zwischen der Bewertung einzelner Faktoren wie z.B. Gehalt, Arbeitsatmosphäre und Personalführung und der Gesamteinschätzung des Arbeitsplatzes hergestellt werden. So kam anhand dieser fast zehnjährigen Datenaufnahme mit anschließender Analyse heraus, dass tatsächlich bestimmte Faktoren wesentlichen Einfluss auf die Gesamtbewertung haben.

Mitarbeiterzufriedenheit 2011-2014

Bereits die in der Zwischenuntersuchung aus dem Jahre 2011 gewonnenen Erkenntnisse ließen den Schluss zu, dass insbesondere die Höhe des Gehalts eines der wichtigsten Steuerungsinstrument darstellte. Dies kann nun mittels Berechnung des Korrelationskoeffizienten erneut bestätigt werden. Bei der Korrelation liegt das Ergebnis immer zwischen -1 (stark negativer Zusammenhang) und +1 (stark positiver Zusammenhang). Ein Wert um 0 bedeutet kein Zusammenhang. Bei der Berechnung des Korrelationskoeffizienten zwischen der Gehalts- und der Gesamtbewertung ergab sich für den Zeitraum von 2006 bis 2015 immerhin ein Wert von 0,724 – also ein recht deutlicher Zusammenhang.

Weitere ermittelte Einflussfaktoren für die Mitarbeiterzufriedenheit, die allerdings nur unwesentlich vom Arbeitgeber gesteuert werden können, sind u.a. die Unternehmensgröße, die Branche, das Berufsfeld, die geographische Lage und die Einstellung des Mitarbeiters, wobei derzeit noch nicht vollständig geklärt ist, inwieweit diese Faktoren wiederum (teil-)abhängig beispielsweise vom Gehalt sind. Dies und die genauere Analyse der beeinflussbaren Faktoren gilt es nun in künftigen Untersuchungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Ronny Skrzeba, jobvoting.de

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