Slam„Innovationen im Personalwesen? Gibt es die wirklich?“ Solche Reaktionen werden manche Personaler kennen, die mit Dritten über neue und zukunftweisende Ideen für das Personalmanagement sprechen. Wer dann auf den üblichen Personalmessen und -kongressen teilnimmt, kann die Reaktion teilweise verstehen. Aber eben nur teilweise, denn bei genauem Hinsehen finden sich doch eine Reihe toller Ideen und Konzepten, die zeigen, dass auch in der Personalarbeit Innovation und Modernität zu Hause sind.

In der Masse aus Standards und Routinen sind Innovationen allerdings nicht immer sofort zu sehen und daher dachte sich eine kleine Gruppe engagierter Personaler, dass es doch möglich sein muss, Innovatoren im Personalwesen und die operativ verantwortlichen Personaler auf einer Plattform zu vereinen. Es entstand der HR Innovation Slam, der inzwischen im vierten Jahr veranstaltet wird. In drei Vorentscheiden präsentieren je vier Innovatoren in jeweils zehn Minuten ihre Innovation einem Publikum, das die Veranstaltung entweder im Livestream im Internet oder live auf einer Messe verfolgt. Das Publikum entscheidet dann auch, welcher der Beiträge besonders innovativ ist und in das Finale einzieht, in dem die Gewinner der Vorentscheide und eine Wildcard der Fachjury gegeneinander antreten. Auch hier entscheiden die Zuschauer über ihren Favoriten und somit über den HR Innovator des Jahres.

In den bisher 43 Beiträgen wurden bereits alle Themenbereiche angerissen, die in der modernen Personalarbeit wichtig sind. Dabei stehen internetbasierte Lösungen eindeutig im Vordergrund aber auch operativ angelegte Konzepte aus Unternehmen kommen zum Zuge. Lediglich der Hochschulbereich ist bisher sehr schwach vertreten, was die Organisatoren bedauern.

Organisiert wird der HR Innovation Slam von der Mentus GmbH und der reflact AG, die das Format entwickelt haben und die technische Umsetzung realisieren. Sponsoren wie die Deutsche Telekom AG, die Autovision GmbH und das Great Place to Work Institut sorgten bisher dafür, dass die Kosten gedeckt sind und das Format für die Zuschauer kostenlos realisiert werden kann.

Exemplarisch für die Vielfalt und Erwartungen auf Seiten der Innovatoren wollen wir hier drei der Teilnehmer am 2. Vorentscheid 2014 zu Wort kommen lassen. Dies sind Thomas Jenewein von der SAP Deutschland AG & Co. KG, Jana Tepe von Tandemploy und Birgit Neubauer von der Haufe Akademie GmbH & Co. KG.

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, welche Motivation hinter der Teilnahme am HR Innovation Slam steht.

Thomas Jenewein: „Wir wollten als Bildungsbereich der SAP vor allem mehr Bekanntheit unter Personalern, Personalentwicklern oder auch generell SAP-Interessierten erreichen. Wir konnten zeigen, dass SAP Education nicht nur langweilige Schulungen macht, sondern innovative Konzepte anwendet – wenn auch die Themen (=SAP) komplex sind.“

Anna Kaiser: „Der HR Innovation Slam erschien uns als passender Rahmen, um unsere Idee einem interessierten, offenen (Fach-) Publikum vorzustellen. Wir haben uns durch die Teilnahme Feedback zu unserer Idee sowie relevante neue Kontakte versprochen.“

Birgit Neubauer: „Die Gewinnung eines höheren Bekanntheitsgrades und die Bekanntmachung eines innovativen Produktes für den Mittelstand stand bei uns im Vordergrund. Dies insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.“

Dominik Hackl: „Unsere Intention war es unsere HR Innovation einem breiten Publikum vorstellen zu können, neue Kunden zu gewinnen und wertvolles Feedback zu sammeln.“

Bitte beschreiben Sie den Lesern in drei Sätzen, welche Innovation für die Personalarbeit Sie im 2. Vorentscheid, der übrigens live von der Messe Personal Swiss kam, vorgestellt haben.

Thomas Jenewein: „Der SAP Learning Hub (http://scn.sap.com/community/training-and-education) ist ein neuer Zugang zu allen SAP Wissens- und Lerninhalten wie Handbücher, E-Learning in der Cloud für SAP Kunden. Neben dem Zugang zu Selbstlernmaterial gibt es die Möglichkeit, in „Lernräumen“ mit Trainern und anderen Lernen zu lernen, zu üben und zu diskutieren. Neu ist dabei der soziale Lernansatz in den Lernräumen, der gut bei den Lernen ankam – v.a. der Austausch mit erfahrenen Experten sowie das informelle Miteinander mit social media Tools. Neu sind zudem Gamification Elemente mit verbundenen Punkten & „Abzeichen“ – in denen Lerner Kursreviews schreiben mussten. Dies aktivierte zehntausende Lerner und hat zum vermehrten Austausch und der Bekanntheit unseres Angebotes beigetragen.“

Anna Kaiser: „Wir haben unsere Jobsharing-Plattform https://www.tandemploy.com vorgestellt, die Arbeitnehmer und Unternehmen allumfassend bei der Umsetzung des Jobsharing-Arbeitsmodells unterstützt. Arbeitnehmer finden bei uns ihr perfektes Pendant zum Teilen eines Jobs – und treffen auf die Unternehmen, die Jobsharing offen gegenüber stehen. Das Ganze wird abgerundet durch ergänzende Services und Hilfestellungen, die keine Jobsharing-Fragen offen lassen.“

Birgit Neubauer: „MyTraineeprogramm verbindet das Beste aus zwei Welten: Begleitend zu dem On-the-Job-Traineeprogramm im Unternehmen erhält ein Trainee mit MyTraineeprogramm die perfekte Off-the-job Entwicklungsbegleitung über einen Zeitraum von einem Jahr. MyTraineeprogramm besteht aus einem Basis- und Vertiefungsprogramm (insg. 12 Trainingstage), intensiven Transferphasen und zahlreichen begleitenden Elementen (Coachings, virtuelle Teamarbeit, e-Learnings). Im Basisprogramm liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung persönlicher/sozialer Kompetenzen, das Vertiefungsprogramm dient der individuellen Spezialisierung (Schwerpunkte frei wählbar aus 15 Themenbereichen und über 700 Themen).“

Dominick Hackl: „Prescreen ist eine cloud-basierte Software, die es Ihnen ermöglicht, eine Kandidatenvorauswahl basierend auf Persönlichkeit, Soft Skills und Arbeitserfahrung zu treffen. Mit Hilfe des Internets verlagern wir so sehr viele kosten-, zeit- und ressourcen-intensive Arbeitsschritte des Recruitment Prozesses zum Bewerber nach Hause.“

Die Reaktionen nach der Teilnahme am 2. Vorentscheid des HR Innovation Slam waren unterschiedlich und auch die Weiterentwicklung handhaben die Teilnehmer verschieden.

Thomas Jenewein: „Eigentlich kam keine Reaktion direkt bei uns an – außer dass SAP Kollegen es eine gute Idee fanden mitzumachen. Wir werden wie geplant das soziale Lernen in den Lernräumen ausbauen sowie vermehrt spielerische Elemente (Gamification) einsetzen.“

Anna Kaiser: „Wir haben nach der Präsentation viel positives Feedback aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommen. Es war schön zu sehen, wie die Menschen unsere Idee aufgenommen und direkt Bezugspunkte in ihren eigenen Leben gefunden haben. Es haben sich spannende neue Kontakte und Gespräche ergeben!“

Birgit Neubauer: „Wir konnten einen erhöhten Traffic auf unserer Internetseite verbuchen. Dort findet man außerdem Überblick über das Gesamtprogramm „MyTraineeprogramm“: http://www.haufe-akademie.de/59.30“

Dominik Hackl: „Sehr viele positive. Wir haben uns natürlich zu aller erst total gefreut dass wir den 2. Vorentscheid gewinnen konnten. Gleich nach dem Slam wurden wir von einigen anwesenden interessierten HR Managern angesprochen. Auf Xing wurde ich von einigen Online-Zusehern um mehr Informationen gebeten und auch einige unserer bestehenden Kunden gratulierten uns im Anschluss zu unserem Erfolg in Zürich. Wir freuen uns bereits auf das Finale auf der Zukunft Personal in Köln, auf der wir dieses Jahr auch mit einem eigenen Stand vertreten sein werden.“

Wenn auch Sie nun Lust bekommen haben, mehr über die Beiträge zum HR Innovation Slam zu erfahren, dann bestehen mehrere Möglichkeiten. Die Mitschnitte des 2. Vorentscheids und aller vorherigen Veranstaltungen sind bei Youtube eingestellt und auch die Homepage des HR Innovation Slams bzw. dessen Gruppen bei Xing und Facebook bieten vielfältige Informationen. In Kürze wird außerdem ein Buch erscheinen, in dem viele der bisherigen Beiträge zum HR Innovation Slam aufbereitet sind.

Nach fast vier Jahren kann man feststellen, dass sich der HR Innovation Slam in der Personalwelt etabliert hat und die ursprüngliche Intention Realität werden lässt: Das Gespräch über innovative Ideen und Konzepte für die Personalarbeit anzuregen.

Die Mühe lohnt sich für die Slammer, denn sie erhalten eine Bühne für ihre Konzepte, ein direktes Feedback und eine nachhaltige Präsenz über die bereits genannten Plattformen. Wie die Zukunft des HR Innovation Slam aussieht, lässt sich heute nicht eindeutig sagen. Zum einen wird sich das Format weiter agil und flexibel zeigen und den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe anpassen. Auf der anderen Seite stecken viel Herzblut und Arbeitszeit in der Realisierung. Ob dies und die notwendige Finanzierung auf Dauer geleistet werden können, muss die Zukunft zeigen. Vorerst jedoch freuen sich alle Beteiligten auf das Finale des HR Innovation Slam 2014, live von der Zukunft Personal in Köln. Seien Sie dabei und melden Sie sich als Zuschauer auf der Website an: www.hrslam.de

Kontakt:
Dr. Frank Edelkraut
Geschäftsführer Mentus GmbH
Mail: fe@mentus.de
Fon: 0171/6806893

Finale des HR Innovation Slams: Kür der besten HR Innovation 2014

Zum vierten Mal wird mit dem HR Innovation Slam das innovativste Projekt, Produkt oder die innovativste Forschungsarbeit des Jahres für das Personalmanagement gewählt. Vier Innovatoren präsentieren Ihre Innovation in jeweils 10 Minuten und die Zuschauer können live vor Ort oder im Internet mitfiebern und abstimmen, wer das Rennen macht und „HR Innovator 2014“ wird. Der Slam ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro und einem Jahresabonnement der Zeitschrift Personalwirtschaft dotiert.

Wir laden Sie herzlich zum Finale des Jahres 2014 ein: am 14. Oktober 2014 von 12:30 bis 13:30 Uhr in Halle 2.1, Forum 1. Seien Sie vor Ort dabei und erleben Sie live, welche Innovation von Ihnen und Ihren HR-Kollegen zum Sieger gekürt wird. Sie können natürlich auch online teilnehmen. Hier können Sie sich zum Finale registrieren: www.hrinnovationslam.de/zuschauer-anmeldung

Freuen Sie sich mit uns schon jetzt auf die Gewinner der drei Vorentscheide Talentory aus der Schweiz (strukturiertes Empfehlungsmanagement in Sozialen Netzwerken), Mercury-Puzzle aus Österreich (online-Assessment, das die Lebensläufe der Bewerber automatisch analysiert und die Vorauswahl der Bewerber deutlich erleichtert), Firstbird, (webbasierte Mitarbeiter-Empfehlungsplattform, mit der Unternehmen ein modernes “Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter”-Programm einführen) und die „Wildcard“ der Fachjury: Tandemploy (Plattform, die Arbeitnehmer und Unternehmen bei der Umsetzung des Jobsharing-Arbeitsmodells unterstützt).
Weitere Informationen auf www.hrinnovationslam.de

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Der HR Innovation Slam 2014 oder „Sind Personaler innovativ?“, 10.0 out of 10 based on 4 ratings
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