Soziale ProjekteGeben Sie doch mal bei Google „Soziales Engagement“ ein. Sie werden ca. 1.6 Mio. Treffer erhalten. Beim englischsprachigen Begriff „CSR“ werden Sie auf nur ca. 50 Tsd. Ergebnisse stoßen. Erschreckend, dass diese Thematik eine verhältnismäßig geringe Trefferquote erzielt, vergleicht man das Ergebnis beispielsweise mit einem banalen HR-Schlagwort wie „Gehalt“.

Die Vermutung liegt nahe: Soziales Engagement ist noch nicht bei den Unternehmen angekommen, zumindest bei den wenigsten Mittelständlern. Vielmehr bestimmen noch immer Themen wie BGM oder Work-Life-Balance die Personalabteilungen. Auch Aspekte wie Gehalt, Entwicklung, Image, etc. erreichen einen hohen Stellenwert, wenn es um die Attraktivität eines Arbeitgebers geht. Liegt auf der Hand, dass diese Themen nicht nur bei den HR-Abteilungen sondern auch in den gängigen Fachzeitschriften den meisten Platz zugesprochen bekommen. Aber eigentlich auch verwunderlich! Trendstudien belegen doch: Genauso, wie sich Unternehmen soziales Engagement von ihren (potenziellen) Arbeitnehmern erhoffen, so fordern auch immer mehr Arbeitnehmer, dass Unternehmen auf Umweltbelange Rücksicht nehmen und sich sozial engagieren. Einige Unternehmen starten immerhin einen Versuch und überreichen bei einer feierlichen Übergabe einen Geldscheck; dokumentieren dies mit einem Foto und erhoffen sich so werbewirksame Zusprüche.

Aber ist dies wirklich attraktiv? Man möge sich vorstellen was insbesondere mittelständische Unternehmen in Summe bewegen könnten, wenn jedes Unternehmen auch nur einmal jährlich sich „richtig“ engagieren würde. Schließlich machen mittelständische Unternehmen deutlich über 90% der gesamten Unternehmen in Deutschland aus.

Warum also nicht engagieren? Besonders günstig wäre es doch, wenn man sogar 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, so wie es bei der AHC Oberflächentechnik GmbH (AHC) der Fall ist. Beim mittelständischen Unternehmen (900 MA, 19 Standorte) haben sich soziale Projekte etabliert, um der gesellschaftlichen Verantwortung – über den klassischen Geldscheck hinaus – gerecht zu werden. Von besonderem Vorteil, da diese natürlich einer gemeinnützigen Einrichtung zu Gute kommen, auf die eigenen und potenziellen Mitarbeiter attraktiv wirken und noch dazu einen enormen Beitrag zur Azubi- und Führungskräfteentwicklung leisten.

Doch wie funktioniert das? Ganz einfach. Unter dem Motto „Führungskraft meets Azubi“ plant die AHC im Rahmen der Qualifizierung ihrer Auszubildenden, dass die Azubis eine Entwicklung ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz über die Teilnahme an einem sozialen Projekt erfahren. Gemeinsam mit Führungskräften des oberen Managements bringen sich die AHCl´ler einmal jährlich für die gute Sache ein. Für die Azubis bedeutet ein „oberes Management zum Anfassen“ eine echte Chance auf die Entwicklung ihrer unternehmerischen Kompetenz. Die Projektkonstellation ermöglicht die Entwicklung eines grundlegenden Verständnisses für die Unternehmensziele. Die Jugendlichen erkennen, dass die übergreifende Zusammenarbeit ein Schlüssel zum Erfolg beim Erreichen gemeinsamer Ziele ist. Das gemeinsame Engagement für die gute Sache über die Hierarchieebenen hinweg initiiert zudem einen gelungenen wert- und gehaltvollen Dialog, der erfahrungsgemäß über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus anhält. Für den Projektpartner ergeben sich ebenso viele Vorteile. So werden die Kosten für z.B. Renovierungsarbeiten von AHC übernommen. Auch Dinge, für die unter normalen Umständen keine Zeit vorhanden wäre, werden durch die enorme Manpower der AHC´ler endlich angegangen.

Klar wird auch das Motto „Tue Gutes und rede darüber“ verfolgt. Erste Bewerbungseingänge, die sich konkret auf das Unternehmensengagement beziehen konnten schon verzeichnet werden! Soziales Engagement ist somit absolut attraktiv…

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Soziale Projekte als Aspekt der Arbeitgeberattraktivität, 6.3 out of 10 based on 7 ratings
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Martin Hirsch, AHC Oberflächentechnik GmbH

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Leitung Ausbildung, Personalbeschaffung & -entwicklung bei AHC Oberflächentechnik GmbH
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