HR-TrendsFür die fidelis HR GmbH ist es wichtig, aktuelle Entwicklungen im HR Markt rechtzeitig zu erkennen, aufzugreifen und zu begleiten. Daher engagiert sich das Unternehmen sehr stark im Social Media Bereich, aber auch in gelebten Netzwerken wie  dem PERSONALER FORUM und dem Know-how Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Wissenschaft und Wirtschaft – können diese beiden Welten im Personalwesen im Einklang gebracht werden? Die beiden Welten sind nicht nur aufeinander zugegangen, sie arbeiten inzwischen Hand in Hand, tauschen sich aus und lernen voneinander.  In Zusammenarbeit mit dem Institut für Personalforschung fand im Mai 2014 in der Hochschule Pforzheim die fünfte Veranstaltung „Business meets Science – HR-Trends der Zukunft“ statt. Personalpraktiker aus der Wirtschaft und Wissenschaftler der angewandten HR-Forschung trafen sich zum übergreifenden Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt standen die Themen: Generation Y  – Auswirkungen auf die Arbeitswelt von morgen, Fluch und Segen neuer Medien und Personalentwicklung im Unternehmensverbund.

Den wissenschaftlich hoch interessanten Ausführungen von Prof. Dr. Stephan Fischer zur Gen Y folgte der Beitrag von Jan Wilfarth (InnoGames). Als Betroffener der Gen Y schilderte Herr Wilfarth die Denk- und Arbeitsweise eines Unternehmens, das in den letzten 3 Jahren, mit überwiegend Gen Y beschäftigten Mitarbeitern, ein rasantes Wachstum erlebt hat. Beide, Wissenschaft und Wirtschaft, kamen überein, dass es „die“ Gen Y nicht gibt. Zum einen ist eine wesentlich differenzierte Betrachtung der Menschen erforderlich, zum anderen sind viele Eigenschaften die der Gen Y zugeordnet werden, auch bei anderen Generationen z.B. den Baby Boomern (Nachkriegsgeneration) zu finden. Trotzdem gibt es Unterschiede. Die Gen Y formuliert ihre Wünsche und Ziele sehr viel selbstbewusster. Das mag in Teilbereichen auch der gesamtgesellschaftlichen Situation geschuldet sein. Früher hätte man auch gerne Spaß und Freude an der Arbeit gehabt, doch wer mochte das einfordern? Die Gen Y denkt tendenziell mehr im transparenten Kollektiv und für manchen gestandenen Geschäftsführer oder Personalleiter wird z.B. der Gedanke recht ungewöhnlich sein, dass alle Mitarbeiter  sämtliche Dokumente des Unternehmens im Intranet einsehen und ändern können.

Der Wohlfühlfaktor ist eine wesentliche Größe für den Arbeitserfolg, die Motivation und Identifikation der Gen Y Mitarbeiter. Unternehmen, die das richtig umsetzen, werden erfolgreicher bei der Rekrutierung und Bindung von Gen Y Mitarbeitern sein. Individualität ist der Schlüssel zur Generation Y.

Dr. Peter Robert Becker, Arbeitspolitiker im Bereich Health & Safety bei der Daimler AG, stellte einen interessanten Ansatz vor: Während ihres Urlaubs können Daimler-Mitarbeiter einstellen, ob eingehende Emails während ihres Urlaubs automatisch gelöscht werden, verbunden mit einer automatischen Information des Absenders und Angabe eines Telefonkontaktes für dringende An-fragen.  Lydie Recorbet, Repräsentantin der ORSE (Observatorium zur gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen in Frankreich)  bestätigte in ihrem Vortrag die These, dass die französischen Unternehmen im Vergleich zu deutschen Unternehmen sehr viel weiter sind, wenn es um den sinnvollen Umgang neuer Medien im Berufsleben geht. Prof. Dr. Markus-Oliver Schwaab übernahm den wissenschaftlichen Part. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass sich z.B. die Automobilindustrie sehr intensiv mit dem Thema neue Medien am Arbeitsplatz beschäftigt und es hierzu auch schon Betriebsvereinbarungen gibt. Die meisten deutschen Unternehmen stehen jedoch noch am Anfang dieser Thematik.

Prof. Dr. Fritz Gairing stellte ein Forschungsprojekt zur Personalentwicklung in KMUs vor. Viele KMUs setzen zwar zahlreiche PE-Instrumente ein, eine strategische Ausrichtung und ein Gesamtkonzept fehlen jedoch häufig. Christine Kienhöfer (CEO) und Haupt-Gesellschafterin der Felss-Gruppe sowie Darko Kadoic Referent Personal- und Organisationsentwicklung bei der Felss Holding GmbH gestalteten den Praxispart. Ihr Fazit: Ein durchgängiges, gelebtes, authentisches Wertesystem bietet zukünftig mehr denn je die Chance zu erfolgreicher Differenzierung in der Personalentwicklung. Dabei können sich KMUs gegenüber Großunternehmen sicher nicht nur durch professionelle Personalarbeit abheben. Es braucht Orientierung und Differenzierung! Und gerade für familiengeführte Unternehmen kann die Chance in einem authentischen Wertesystem liegen, das in zweifacher Weise Auswirkung auf die Personalentwicklung hat. Zum einen kann die gemeinsame Diskussion und Reflexion im Rahmen eines  Werte- und Leitbildentwicklungsprozesses das gemeinsame Verständnis über den Identitätskern des Unternehmens stärken, zum anderen ist diese Identität Orientierung und Maßstab für eine strategie- und werteorientierte Personalentwicklung.

Ein weiteres High-Light dieser Veranstaltung waren die Präsentationen ausgezeichneter studentischer HR-Arbeiten. Robin Dehm, Jennifer Schurer und Bettina Secker haben die anwesenden Personaler und Wissenschaftler eindrucksvoll von der Qualität und auch Vortragsweise ihrer Arbeiten überzeugt. Herzlichen Glückwunsch.

Dem Institut für Personalforschung und der fidelis HR GmbH ist es gelungen, eine Plattform zu etablieren, in welcher Personaler und Wissenschaftler gemeinsam Personalarbeit und HR-Trends der Zukunft diskutieren und erleben können. „Wir werden auch zukünftig Beziehungsnetzwerke im Personalwesen fördern und insbesondere den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen“, so Nils Haase, Geschäftsführer des Unternehmens. Die nächste Veranstaltung ist für den 11. November 2014 in Pforzheim geplant. Einen Rückblick der Themen und Referenten sowie ab September die Vorankündigung für den 11.11.2014 finden Interessierte auf der Homepages des Instituts unter:  www.hs-pforzheim.de/businessmeetsscience

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