HiResEin Zeugnis muss wohlwollend und wahrhaftig sein und darf den Arbeitnehmer in seinem beruflichen Fortkommen nicht behindern. Dies wiederum geht bei allen Andeutungstechniken zu Lasten der Wahrhaftigkeit. Richtig aufzulösen ist dieses Dilemma nicht. Daher: Schluss damit.

Tagtäglich werden Zeugnisse vorgelegt, die nicht von der Arbeitsleistung zeugen, sondern von Gefälligkeiten oder gerichtlichem Druck. Die Verlässlichkeit dieser Papiere ist beschämend. Bei der Lektüre drängt sich der Eindruck auf, ganz Deutschland bestünde aus überdurchschnittlichen High Performern. Wer hier die Unlogik findet darf sie getrost für sich behalten. Das Arbeitsgericht Berlin hat daher im Januar 2013 auch ganz konsequent entschieden, dass eine gute Beurteilung mittlerweile Standard sei und der Arbeitgeber eine „nur“ durchschnittliche Beurteilung beweisen muss. Das ist nun der Todesstoß. Das Zeugnis kommt aus der Zeit der Zünfte. Lassen wir es dort. Alternativen gibt es. Referenzen warten nur darauf, abgerufen zu werden.

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Das leidige Zeugnis – Schluss mit der institutionalisierten Lüge, 7.3 out of 10 based on 8 ratings
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