Incentives sind nicht erst seit gestern ein durchaus kontrovers diskutiertes Thema. Aber seit handfeste Ausschweifungen diverser Firmen durch die Medien gejagt wurden, herrscht immer mehr Vorsicht  in den Personalabteilungen: Was ist erlaubt, was politisch korrekt? Welche Maßnahme passt zum Unternehmen? Und wie kann man Incentives heute überhaupt noch compliance-gerecht gestalten?

Sicher unsicher

Die einzige Sicherheit, die derzeit bei vielen Verantwortlichen hinsichtlich Incentives herrscht, ist die Unsicherheit. Das hat gute Gründe: Offizielle Richtlinien gibt es nicht, gut Gemeintes kann missverstanden werden. Dazu wächst die Angst vor negativer Presse oder unangenehmen Diskussionen in den Social Media-Kanälen. Einige Unternehmen verzichten inzwischen völlig auf Belohnungen in Form von Incentivereisen und -events. Andere Firmen wiederum versuchen das Dilemma zu lösen, indem sie den Spaßfaktor ihrer Veranstaltungen auf ein Minimum reduzieren. Aber auch Letzteres ist durchaus eine riskante Strategie. Denn jeder Kommunikationsprofi weiß: Damit ein Incentive seine motivierende Wirkung entfalten kann, dürfen Kreativität, Erlebnischarakter und Involvement nicht auf der Strecke bleiben.

Spagat zwischen Anreiz und Auflagen

Fakt ist: Personalmanager sehen sich heute vor die Aufgabe gestellt, einen Spagat zwischen angemessenem Anreiz und strenger werdenden Auflagen zu leisten. Sie benötigen daher ein fundiertes, internes Regelwerk, an dem sie sich selbst – sowie auch alle Mitarbeiter – orientieren können. Allerdings existiert derzeit kein deutschlandweites „Compliance-Gesetz“. Incentives jeder Art müssen vielmehr auf die individuellen Anforderungen in den Unternehmen angepasst werden. Und natürlich kommen die kreativen Lösungen meist von Externen, also von Agenturen, die die internen Vorgaben erst kennen lernen müssen. Auch wir von DOMSET Live-Kommunikation hören immer öfter den Satz: „Das dürfen wir nicht!“

Kopf aus dem Sand!

Aber auch wenn die Situation schwierig ist, kann ich nur dazu aufrufen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Denn ich bin davon überzeugt, dass sich wirklich mitreißende und emotionale Events im Gedächtnis verankern, dass daher gut gemachte Incentives langfristig positiv wirken und dass sie tatsächlich Menschen motivieren können. Und ich bin davon überzeugt, dass man dafür kein „Schlammcatchen“ benötigt, sondern vielmehr Freude daran, Menschen durch Kreativität und ungewöhnliche Ideen zu begeistern.

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Dominik Deubner, DOMSET Live-Kommunikation

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2 thoughts on “Das dürfen wir nicht!!!

  1. Pingback: Compliance als Chance – durch Teamwork | DER HR BLOG

  2. Diesen Unsicherheiten von Personalverantwortlichen steht dann noch eine oft sehr kritische Haltung von Mitarbeitern gegenüber. Die von Herrn Deubner beispielhaft zitierte Schlammschlacht braucht es dafür gar nicht. Bei einer großen Zahl von Angestellten sind Ängste und Vorbehalte sehr groß, dass man sich in peinlichen Situationen wiederfinden könnte, dass man zu etwas genötigt werden könnte u.ä. Da müssen oft erst einmal Einsichten geschaffen werden, dass es doch in Wirklichkeit darum geht, alle unter einen Hut zu bekommen.

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