Nach der Identifizierung von „Passiven Kandidaten“ sind einige Regeln zu beachten, um eine fruchtbare Vertrauensbeziehung aufzubauen.

1. Keinen Kontakt am Arbeitsplatz aufnehmen
Die erste Kontaktaufnahme ist entscheidend. Versuchen Sie, die privaten Kontaktdaten des Kandidaten über soziale Netzwerke zu erhalten. Ein erstes Telefonat am Arbeitsplatz kann fatal sein. Kollegen gegenüber wird es dem Kandidaten unangenehm sein, mit Ihnen zu sprechen. Daraus können negative Reaktionen entstehen, die Ihrem ersten Kontaktversuch ein schnelles Ende setzen.Eine Kontaktnahme über die berufliche E-Mail-Adresse ist genauso heikel: Ist der Kandidat im Urlaub, werden seine E-Mails an einen Stellvertreter weitergeleitet. Im besten Fall passiert nichts. Im schlechtesten wird der Vorgesetzte benachrichtigt, dass Ihr Kandidat die Firma verlassen will.Gruppierte E-Mails an eine Liste passiver Kandidaten mit unverdeckter Kopie sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Das trägt nicht zum Vertrauensaufbau bei. Personalisieren Sie Ihre Nachricht so weit wie möglich und senden Sie sie nur an einen klar identifizierten Empfänger.

2. Erwartungen verstehen
Es ist wesentlich, die Gründe für einen Stellenwechsel zu verstehen. Sie können von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. So motivieren die Einen Schwierigkeiten mit dem Vorgesetzten, die Stelle zu wechseln, während Andere einfach in einem neuen Geschäftsbereich tätig werden möchten. Das Gehalt ist zudem ein starker Entscheidungsfaktor. Durch den Aufbau einer engen Beziehung zu den Kandidaten ist es einfacher, ihre Motivation zu erkennen.

3. Prospects auf dem Laufenden halten
Passive Kandidaten stehen meist ganz oben auf ihrer Kandidatenliste. Je mehr Informationen Sie ihnen über die rekrutierende Firma geben, desto interessierter werden sie sein. Verkaufen Sie bewusst die Arbeitgeber-Qualitäten eines Unternehmens. Zudem sollten die Kommunikationsschwerpunkte auf den Vorteilen liegen, die mit den Erwartungen des Kandidaten am besten übereinstimmen.

4. Neugierig sein
Parallel zur Informationsvermittlung über das neue Unternehmen sollten Sie den aktuellen Arbeitgeber des Kandidaten sehr gut kennen. Welche Nebenleistungen und sonstige Vorteile bietet er? So können Sie leichter abschätzen, ob der Kandidat wirkliches Interesse an einer Bewerbung hat. Es ist wesentlich, diese Informationen zu kennen, bevor Sie die Bewerbungsunterlagen des Kandidaten an Ihren Kunden weiterleiten. Und sollte es einmal nicht klappen: Erinnern Sie sich an Ihre Kandidaten. Vielleicht ergibt sich in der Zukunft eine Gelegenheit. Dann haben Sie bereits eine Vertrauensbeziehung aufgebaut und die nächste Kontaktaufnahme fällt leichter.

5. Den Kontakt behalten
Der Aufbau einer Vertrauensbeziehung benötigt Zeit. Verlinken Sie sich mit den Kandidaten auf sozialen Netzwerken. Halten Sie sich auf dem Laufenden über berufliche Entwicklungen. Informieren Sie regelmäßig über interessante Stellen, die Sie erfolgreich vermittelt haben. Und bleiben Sie erreichbar, ohne aufdringlich zu sein.

 

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