Zukunft der Arbeit_kleinVielleicht werden neue Techniken und die daraus resultierenden Beziehungsnetzwerke die Arbeitswelt nicht ganz so gravierend verändern, wie es durch die industrielle Revolution erfolgt ist – vielleicht aber doch.

Digitale, interaktive und mobile Technologien werden in den nächsten Jahren neue Branchen hervorbringen und bestehende Branchen erheblich verändern. Die Grenzen zwischen Arbeitswelt und Privatleben schwinden und neuartige Beziehungsnetzwerke werden die Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen Kunden, Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern grundlegend verändern. Die neuen Techniken werden nicht direkt die Effizienz von Unternehmen steigern, sondern Kreativität, Vernetzung und Innovationen vorantreiben. Diese neuartige Mischung wird Erfolgsgeschichten schreiben, deren Dimensionen wir vor einigen Jahren für unmöglich gehalten haben. Die Vorstände und CEOs sehen dieser Entwicklung mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits sind sie fasziniert von den gewaltigen Möglichkeiten der Umsatz- und Effizienzsteigerung und den großen Chancen der Gewinnung von Marktanteilen, andererseits werden sie vor gewaltige Herausforderungen gestellt und das ist vielen CEOs durchaus bewusst.

Durch den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel ist es für viele Unternehmen bereits heute sehr schwer, Spezialisten mit entsprechenden Qualifikationen zu bekommen. Der Wettbewerb um die Talente erfordert große Kreativität und zukünftig wird es deutlich schwieriger die richtigen Mitarbeiter zu finden, zu bekommen und zu entwickeln. Die zukünftig erforderlichen Qualifikationen der Spezialisten sind möglicherweise noch gar nicht bekannt oder es gibt sie noch gar nicht. Es werden Mitarbeiter benötigt, die eine hohe Veränderungsbereitschaft mitbringen, die sich in der Veränderung wohl fühlen und die sich ständig neu erfinden. Der Mitarbeiter der Zukunft ist anpassungsfähig, flexibel, kreativ, kommunikativ, teamfähig und er ist bereit, seine Arbeit in ständig veränderten Rollen und Hierarchien durchzuführen. Je nach Qualifikation ist er einmal Teamleader, ein anderes Mal Teamplayer. Nicht der Mitarbeiter, das Projekt steht im Vordergrund. Das erfordert ein Umdenken, ein Umlernen, eine neue Sozialisierung aller Beteiligten – eine riesige Herausforderung.

Wie führt man in neuen Arbeitswelten, wenn sich die Rahmenbedingungen der Arbeit verändern, wenn Hierarchien an Bedeutung verlieren und durch vernetzte Communities ersetzt werden? Nun, die Generation Y ist prädestiniert für die Arbeitswelt der Zukunft. Für sie ist Teamarbeit in Netzwerken und Führung in virtuellen Teams eine Selbstverständlichkeit. In einigen Jahren wird die Generation Y weltweit jeden zweiten Arbeitsplatz besetzen und die Arbeitskulturen in den Unternehmen radikal verändern. Doch wie werden die Baby-Boomer und die Generation X damit zu Recht kommen? Ich denke, da liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Fachwissen, das Mitarbeiter sich im Laufe ihres Berufslebens aneignen, war und ist immens wichtig – für das Unternehmen und für den Mitarbeiter. In zukünftigen Arbeitswelten wird Fachwissen einen anderen Stellenwert erhalten und dann an Bedeutung gewinnen, wenn Kombinationsgabe, Anpassungsfähigkeit und Kreativität in Verbindung mit bereits Erlerntem neue Skills und Arbeitsweisen hervorbringen. Alle Mitarbeiter werden sich diesem Wandel stellen müssen. Letztendlich hat es jeder selbst in der Hand und Mitarbeiter mit Veränderungsbereitschaft werden gut zu Recht kommen, in diesen neuen Arbeitswelten.

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