Traumschiffkapitän Andreas Jungblut wurde entlassen. Aus den Medien musste er das erfahren. Wer Mitarbeitern kündigt, sollte genau wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, sonst kann es teuer werden.

27 Jahre fuhr Andreas Jungblut für seinen Arbeitgeber zur See, 13 Jahre am Ruder der „MS Deutschland.“ Nun wurde er entlassen und erfuhr davon aus den Medien. „Ein Kündigung liegt mir nicht vor, weder schriftlich noch wurde mir eine solche mündlich mitgeteilt“, sagte er gegenüber einer großen deutschen Tageszeitung. Zurzeit prüft er rechtliche Schritte.

Unternehmer müssen in ihrem Alltag immer wieder Kündigungen aussprechen. Wer rechtssicher kündigen möchte, muss viele rechtliche Schritte beachten. Rechtsexperten unken: „Der Kündigungsschutz ist ein Arbeitnehmerschutz.“ Und es sei einfacher eine Ehe zu scheiden, als ein Mitarbeiter zu entlassen. Aber es gibt Mittel und Wege Mitarbeiter, die nicht in ein Unternehmen passen, zu entlassen.

Der Prozess ist allerdings aufwendig und teuer. Rund 6 Monate müssen von der ersten Abmahnung bis Kündigung einberechnet werden. Klagt ein Arbeitnehmer gegen die Entlassung können schnell ein bis zwei Jahr bis zum abschließenden Urteil vergehen. Bekommt der Kläger Recht, muss dieser wieder eingestellt und das Gehalt rückwirkend zurück bezahlt werden. Hinzu kommen dann noch Gerichtskosten in Höhe von über 9.000 Euro, wenn bis zur höchsten Instanz geklagt.

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Joachim Kary, Markt und Mittelstand

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