GesundheitsmanagementSeminare und Workshops für und gegen alles, was viele im Alltag manchmal zwar mit schlechtem Gewissen, aber meistens trotzdem gern tun, lösen traditionelle Fortbildungsmaßnahmen ab. Der Beschäftigte wird eingeladen: Besser essen, mehr bewegen, nicht rauchen, weniger trinken, Stress kompensieren, Ressourcen stärken, Abläufe optimieren, usw. Der Chef will, dass man gesund ist.

Für viele Mitarbeiter geht das einen Schritt zu weit. Vor allem dann, wenn sie die Frage der Verantwortlichkeit für Gesundheit selbst nicht geklärt haben. Noch immer macht ein Teil aller Beschäftigten lieber Lebens- und damit Arbeitsumstände für ihr Wohlbefinden verantwortlich. Und solange man glaubt, „gesund sein“ sei eine Aufgabe, deren Bewältigung mühsam ist, macht sich keiner auf.

Was aber, wenn es gelingt, Lust auf den Weg zu mehr Gesundheit zu wecken? Dann können Ziele erreicht werden. Ziele der Geschäftsführung sind vorrangig erhöhte Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, Senkung der Fehlzeiten, höhere Produktivität und Qualität sowie bessere Kommunikation und Kooperation im Sinne eines hohen Commitment. Darauf hat die Unternehmensleitung einen berechtigten Anspruch. Das sollte man verstehen.

Doch auch, wenn der Mitarbeiter die Intention der Geschäftsführung versteht – seine Ziele sind noch andere. Interessant wird es für ihn, wenn er einen ureigenen Zugewinn erahnt: Gesundsein bedeutet Lebensqualität. Es muss offensichtlich werden, dass betriebliche Gesundheitsförderung dem Einzelnen als Teil des Unternehmens und als Privatperson zugute kommt.

Und wenn Gesundheitstage, Informationsveranstaltungen, Seminare, Workshops, etc. neben Wissen und Empfehlungen auch Vergnügen bieten, motivieren und die Idee wecken, dass Gesundheit nicht mit Verzicht, sondern mit Zugewinn, Erfolg und Spaß zu tun hat, freut sich so mancher auf gesündere Lebenswege.

Wenn dann der Mitarbeiter erfährt und erlebt, dass das Drehen an eigenen Rädchen zu wunderbaren Veränderungen führt, darf er getrost erwarten, dass auch die Geschäftsführung am Rad dreht. Neben Maßnahmen der Verhaltensprävention sollten im Rahmen der Verhältnisprävention Arbeitsplätze und Prozesse  optimiert werden, müssen Transparenz, Respekt, Anerkennung und Wertschätzung die Unternehmenskultur prägen. Sollten sich schließlich auch der Vorgesetzte und der Chef auf den Weg machen. Für mehr Leistung, Erfolg und Lebensqualität.

Nicht nur – aber eben auch – am Arbeitsplatz.

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Babette Halbe-Haenschke, GEA Gesundheitsmanagement GbR

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One thought on “Jetzt will der Chef auch noch, dass ich gesund bin!

  1. Hallo,

    ich finde das Thema BGM sehr interessant – untere anderem auch aus Personalmarketing-Sicht.

    Ok – Rückenkurse und gesundes Mittagessen sind per se erstmal kein Argument für oder gegen einen Arbeitgeber, aber wenn man sich wie die Firma sweetgreen der Gesundheit seiner Mitarbeiter verschreibt, dann kann das auch einen positiven Effekt als Arbeitgeber mit sich ziehen. (vorausgesetzt, es ist einen einen sinnvollen Kontext gestellt)

    Das Beispiel habe ich zu meinen interessantesten Benefits gewählt:

    http://nocheinpersonalmarketingblog.blogspot.de/2012/08/auergewohnliche-benefits-fur.html

    Gruß

    Tim

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