down chart angry businessmanDie Veränderung in der Beschäftigungswelt ist Fakt und betrifft uns alle. Es verändert sich nicht nur unsere Arbeit,  sondern unsere gesamte Einstellung zu ihr. Eine solche Veränderung geschieht alle paar Generationen. Human Resource Management wie wir es kennen, ist tot . Es lebe das Human Kapital Management.

Bis vor Kurzem lebten wir in einer Welt von handfesten Werten. Dinge, die man zählen und anfassen konnte. Und dann kam die Zeit, in der wir jetzt leben. Eine Zeit, in der Vermögenswerte aus Dingen bestehen wie Wissen, Image, Patente, Lizenzen, Marken und Human Kapital. Wenn Human Kapital ein Engpassfaktor ist, ist Personalarbeit nicht nur Teil einer Unternehmensstrategie, sondern die wesentliche Kernkompetenz eines Unternehmens. Die Forderung nach einer verlässlichen Bewertung der Wertschöpfung des Human Resource Managements ist also verständlich.

Daher müssen wir auch neue Blickwinkel bei der Betrachtung und Bewertung des Human Resource Management einnehmen! Um hier die Meisterschaft zu erreichen, müssen wir die Perspektive radikal verändern und ein neues Geschäftsmodell schaffen. Sind Sie mutig, werden Sie kreativ und gestalten Sie aktiv um!

 

„Zahlen“ Bitte!

Wir messen alles in dieser Welt. Geschwindigkeit, Hubraum, Kosten, Investitionen, Input, Output und vieles mehr. Wir messen in allen Naturwissenschaften, wir messen in der Kunst und im Handwerk, eigentlich in jeder Lebenssituation. Etwa 3000 v. Chr. wurden in Ägypten die ersten Darstellungen von Soll und Haben gefunden und die Fugger haben 1511 die erste Bilanz erstellt, um ihre Leistung zu messen. Banken bewerten jeden Kunden, wir vergeben Hotelkategorien bis zu fünf Sternen und in der Schule bewerten wir die Schüler mit Noten. Warum nur tun wir uns also so schwer mit der Bewertung von Human Kapital?

Weil wir Human Kapital nicht  „greifen“ können. Weil wir uns die Arbeit nicht machen wollen eine geeignete Methodik zu entwickeln und umzusetzen. Weil wir lieber den Status Quo erhalten und nichts verändern wollen. Weil wir nicht wissen wie wir ein erfolgreiches System zur Bewertung umsetzen können? Gegenwärtig existiert zwar eine breite Diskussion darüber, wie immaterielle Vermögenswerte, darunter auch Human Kapital, in die Unternehmensberichterstattung integriert werden können. Es liegen zahlreiche Evaluierungsverfahren hierfür vor, aber der Weg zu einem einheitlichen, transparenten Berichtsstandard ist noch lang. Wozu also brauchen wir eine Aussage über die Wertschöpfung der Personalabteilung? Wozu brauchen wir einen Human Kapital Wert?

Natürlich betonen alle Unternehmen, dass die Mitarbeiter ihr wichtigstes Asset sind. Da das Human Kapital einen signifikanten Anteil am Unternehmenswert darstellt muß auch der Einfluss des Human Kapitals besonders berücksichtigt werden. Wie werden der ROI und die Risikomatrix durch eine Entscheidung beeinflusst? Welchen Einfluss hat das auf die zukünftige Ertragskraft eines Unternehmens? Eine Bewertung lässt hier differenzierte Schlüsse zu und ermöglicht eine differenzierte Perspektive auf dieses Vermögen. Vor allem unter dem Druck des demografischen Wandels ist es heute entscheidend sich im Unternehmen kontinuierlich ein ganzheitliches Bild von individueller und organisationaler Leistungserstellung zu machen. Dies ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Entwicklungen, ein schnelles präventives und unterstützendes Eingreifen der Verantwortlichen. Agieren statt reagieren!!!

 

Werden Sie zum Produktivitätsberatungszentrum!

Um die Meisterschaft in der wertschöpfenden Personalarbeit zu erreichen und bei strategischen Entscheidungen als Partner auf Augenhöhe anerkannt zu werden, ist es unumgänglich, der Unternehmesleitung Entscheidungsgrundlagen basierend auf belastbaren und validen Daten und Fakten vorzulegen, wie z.B mittels einer Human Kapital Bilanz.

Sie verkaufen als Personalleiter professionelle Services über den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus.Von der Einstellung über die Entwicklung und dem Ausscheiden eines Mitarbeiters ist die Personalabteilung mit wesentlichen Consultingleistungen und Lösungen der wichtigste Ansprechpartner für alle Anspruchsgruppen – Ihren internen Kunden. Somit leisten Sie mit Ihrer Abteilung einen wesentlich Wertbeitrag zur Steigerung von Produktivität und Innovation, also zum Unternehmenserfolg. Häufig ist das für die relevanten Anspruchsgruppen (Stakeholder) auf den ersten Blick jedoch nicht zu erkennen.

Festzuhalten bleibt: Gerade aufgrund seiner Tragweite zählt ein Evaluationssystem sowie die Berichterstattung (z.B. Human Kapital Bilanz) zu den sensibelsten Instrumenten der Personalarbeit und hat großes Potenzial, Nutzen zu stiften und Verhalten in eine gewünschte Richtung zu lenken. Nur mit einer starken und funktionierenden HR-Organisation und ebensolchen Prozessen im Rücken kann das Human Resource Management seine anspruchsvollen Aufgaben erfüllen. Die konsequente Kommunikation der Leistung und Wertschaffung Ihrer Personalabteilung ist dabei essenziell wichtig. Sie verkaufen Ihre Kompetenz, Sie verkaufen Ihr Serviceportfolio, sie verkaufen ihre Personalprozesse. Das neuen Geschäftsmodell konzentriert sich als Kompetenzzentrum auf die Schaffung eines strategischen Gesamtbildes für die Personalarbeit. Letzten Endes wollen alle Anspruchsgruppen der Personalabteilung Nutzen sehen, und sie kommen zu Ihnen, wenn Sie ihnen einen Nutzen versprechen und darstellen können. „Was bekommen wir?“ lautet die Frage. Führungskräfte wollen immer etwas bekommen. Sie kommen dann von selbst, wenn sie etwas bekommen. Also müssen wir dafür sorgen, dass sie etwas Gutes bekommen!

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Angela Hamburger, Hamburger Corporate Management

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One thought on “Erfolg ist berechenbar – Personalarbeit die zählt!

  1. Hallo Angela,

    ich stimme voll zu, dass es eine starke HR-Organisation für erfolgreiches HRM braucht! Und das dafür eben auch eine Evaluation notwendig ist. Und am allerwichtigsten finde ich die letzten Sätze: Führungskräfte kommen von selbst, wenn sie etwas Gutes geboten bekommen!
    Ich habe zu eben diesem Thema gerade einen Artikel gelesen, wo es um Erfolg durch hohe HR-Kompetenz geht. Darin geht es um die aktuelle Studie der Boston Consulting Group, welche belegt, dass Unternehmen, die sehr stark sich um HR kümmern erfolgreicher sind. Die Investitionen in HR zahlen sich aus: Es werden nicht nur starke Führungskräfte ausgebildet, auch die Talentwicklung wird stärker ausgeprägt. Und auch wichtig: klare Regeln schaffen Anreize – so wie Sie es bereits ansprechen!
    Aber es ist doch schön, dies noch einmal von einer so renommierten Beratung wie BCG belegt zu sehen 🙂

    Hier noch einmal der Artikel zum Nachlesen: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/erfolg-durch-hohe-hr-kompetenz/

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