Auf dem Personalkongress 2012 wird es auch dieses Mal wieder zwei spannende KeyNote-Speaker geben. Einen davon möchte ich Ihnen heute vorstellen:

Erik Händeler ist ein international renommierter Zukunftsforscher. Der 1969 geborene Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen ist zudem erfolgreicher Buchautor. Für seine  wegweisenden Arbeiten zeichnete ihn im Jahre 2010 die russische Akademie der Wissenschaften mit der Bronze-Medaille für wirtschaftswissenschaftliches Arbeiten aus.

Zugegeben – ich musste auch erst einmal nachschauen, was die „Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen“ ist, bin aber wieder mal auf Wikipedia fündig geworden.

„Die Kondratjew-Zyklen (ältere Transkription Kondratieff-Zyklen) beschreiben den Kern einer von dem russischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratjew entwickelten Theorie zur zyklischen Wirtschaftsentwicklung, die Theorie der Langen Wellen. Ausgangspunkt für die Langen Wellen sind Paradigmenwechsel und die damit verbundenen innovationsinduzierten Investitionen: Es wird massenhaft in eine neue Technik investiert und damit ein Aufschwung hervorgerufen. Hat sich die Innovation allgemein durchgesetzt, verringern sich die damit verbundenen Investitionen drastisch und es kommt zu einem Abschwung. In der Zeit des Abschwungs wird aber schon an einem neuen Paradigma gearbeitet.“

Seine These: Nachdem uns Computer nicht mehr so wie früher noch produktiver machen, ist der Wohlstand der Zukunft vor allem eine Investition in Menschen.

Auf dem Kongress wird er konkret zu dem Thema „Kooperative Arbeitswelten und warum soziale Verantwortung der Wachstumsmotor wird“ sprechen. Er geht dabei davon aus, dass Arbeit zunehmend immateriell ist: Planen, organisieren, beraten, Wissen suchen, aufbereiten, Probleme durchdenken und lösen. Da der Einzelne die Informationsflut aber nicht mehr überblicken kann, sind wir zunehmend auf die Kompetenzen anderer angewiesen. Auf einmal wird jeder wichtig für den Gesamterfolg. Je mehr Produktivität von Gedankenarbeit abhängt, umso mehr sind wir auf das Teilwissen anderer angewiesen. Das erzwingt Zusammenarbeit in derselben Augenhöhe und Kooperationsfähigkeit, berührt unsere seelischen Schichten und verändert die Arbeitsstruktur. Wird die Welt vielleicht doch immer besser?

Das klingt für mich nach einem absolut hochinteressantem Thema und ich bin schon gespannt auf seinen Vortrag im November auf dem Personalkongress.

 

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