Corporate Social Responsibility oder auch kurz „CSR“ genannt, hat sich in den letzten Jahren fast schon zu einem Muss für Unternehmen entwickelt. Doch was bedeutet dies eigentlich für Unternehmen und deren Ökosystem ? Ich habe mal wieder Wikipdia zu Rate gezogen und daraus folgende Definition gefunden, die im Grünbuch der Europäischen Kommission für Europa verankert ist: „Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“

Was haben nun Unternehmen daraus gemacht ? Genügt es, Führungskräfte einmal im Jahr einen Spielplatz bauen zu lassen oder zu Weihnachten statt Geschenken an Geschäftspartner einmalig einen Betrag zu spenden ?

Ich glaube NEIN ! Diese Massnahmen dienen in der Regel nur einer Befriedigung des Gewissens und der Möglichkeit, den Stakeholdern zu zeigen – auch wir engagieren uns im sozialen Bereich. Aber reicht das im Sinne eines nachhaltigen Konzepts? Nun, ich hoffe, ich werde hier nicht missverstanden – die Gelder werden sicher benötigt und auch der Bau eines Spielplatzes ist eine wichtige Aufgabe, um unseren Kindern gerade in Grossstädten die Möglichkeit zu geben, sich in der Natur zu bewegen und ihrem Bewegungsdrang und ihrer Kreativität hinzugeben. Aber wir brauchen auch langfristige Konzepte im Sinne eines „CSR“.

In München gibt es seit vielen Jahren das ICP, eine Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gmacht hat, Menschen mit einer infantilen Cerebralparese (Spastiker) und anderen Behinderungen zu helfen. Hier gibt es neben Kindergärten und Schulen eine Ausbildungsstätte, die es den Jugendlichen ermöglicht, zum Beispiel kaufmännische Berufe zu erlernen. Die Schwierigkeit besteht nun hauptsächlich darin, diesen jungen Menschen nach der Ausbildung einen ersten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurde nun eine „ICP Verwaltungs- und Service GmbH“ gegründet, mit dem Ziel, Arbeit und sinnvolle Aufgaben zu finden. Wir arbeiten nun schon seit vielen Jahren mit dieser Firma zusammen und geben Teile unserer Arbeit an die Jugendlichen weiter. Dies wird natürlich durch die IT wesentlich erleichtert und unterstützt. Heute beschäftigen wir ca. 5 spastische Jugendliche mit administrativer Personalarbeit und geben ihnen das, was aus meiner Sicht wichtig ist – sie haben eine Aufgabe, der sie sich widmen können und die Ausbildung war nicht umsonst.

Mittlerweile haben auch andere Firmen dieses Angebot in Anspruch genommen und auch Thomas Gottschalk war es schon einen Beitrag wert. Ich bin überzeugt, dass solche Maßnahmen wesentlich nachhaltiger unsere soziale Verantwortung unterstützen.

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